Europäische Wissenschaftspolitik
Wissenschaftspolitik und Forschungsförderung finden in Europa nicht nur national, sondern auch auf EU-Ebene statt. Gemeinsam arbeiten EU-Institutionen, EU-Mitgliedsstaaten sowie weitere assoziierte Länder unter Einbindung der Wissenschaft an der Verwirklichung des Europäischen Forschungsraums (EFR/ERA). Dazu entwickeln sie mit den EU-Rahmenprogrammen für Forschung und Innovatio(externer Link) ein zusätzliches supranationales Förderangebot sowie EU-weite Rahmenbedingungen und Standards für die Forschung.
Aktuelle Nachrichten
Ziele und Aufgaben der DFG
Die DFG engagiert sich als größte Forschungsfördereinrichtung und zentrale Selbstverwaltungsorganisation der Wissenschaft in Deutschland auch auf europäischer Ebene für die Bedarfe der deutschen Wissenschaft. Die „Europa-Strategie der DFG“ (März 2024(Download) beschreibt Leitgedanken und Ziele des europäischen Handelns. Aus Sicht der DFG ist der Europäische Forschungsraum dann besonders stark, wenn es neben den EU-Rahmenprogrammen für Forschung und Innovation auch leistungsfähige und autonome nationale Forschungs- und Fördersysteme mit ihren jeweils eigenen Schwerpunkten, Förderansätzen und Kooperationsangeboten gibt. Die DFG
- fördert auf bi- und multilateraler Ebene Kooperationen in der erkenntnisgeleiteten Forschung zwischen Forscher*innen in Deutschland und Partner*innen in anderen europäischen Länder(interner Link),
- bringt sich in eine für die Wissenschaft attraktive Ausgestaltung der EU-Rahmenprogramme für Forschung und Innovation ein und beteiligt sich an strategischen Förderinitiativen im Rahmen des Programms (Biodiversa(externer Link), EP BrainHealt(externer Link), ERDER(externer Link)),
- positioniert sich zu neuen Initiativen der europäischen Wissenschaftspolitik sowie zu regulativen und gesetzgeberischen Maßnahmen auf EU-Ebene mit Auswirkungen auf die Wissenschaft und
- beteiligt sich an themenspezifischen Initiativen zur Weiterentwicklung des Europäischen Forschungsraums, zum Beispiel im Rahmen der ERA Policy Agend(externer Link), der Coalition for Advancing Research Assessmen(externer Link) (CoARA), der European Open Science Cloud (über die EOSC Associatio(externer Link)) und von Open Research Europ(externer Link).
Die DFG unterhält dafür eine Vertretung in Brüssel und arbeitet eng mit anderen nationalen und europäischen Wissenschaftsorganisationen zusammen – etwa mit Partnern der Allianz der Wissenschaftsorganisationen sowie im Rahmen ihrer Mitgliedschaft bei Science Europ(externer Link), dem Verband von 40 europäischen Forschungs- und Förderorganisationen aus 30 Ländern mit Sitz in Brüssel.
Weitere Informationen
- Pressemitteilung Nr. 5 | 26. März 2026:
Neuartige Infrastruktur für eine offene Wissenschaft: Deutschland beteiligt sich an Open Research Europ(interner Link) - Pressemitteilung Nr. 3 und Nexus-Konzept | 4. März 2026:
DFG, HRK und WR schlagen neues Förderinstrument „Nexus“ für Exzellenznetzwerke der Forschung auf EU-Ebene vor (Pressemiteilun(interner Link) I Nexus-Konzep(Download)) - Pressemitteilung Nr. 43 und Stellungnahme | 17. Dezember 2025:
Pläne für 10. EU-Forschungsrahmenprogramm nachbessern: Exzellenz stärken, verlässliche Rahmenbedingungen schaffen, Verbundforschung sichern (Zur Pressemiteilun(interner Link) I Zur Stellungnahm(Download)) - Stellungnahme | 22. September 2025:
Empfehlungen der Allianz der Wissenschaftsorganisationen für die Zukunft der europäischen Forschungs- und Innovationspoliti(externer Link) - Stellungnahme | 10. Januar 2025:
Offener Brief der Allianz der Wissenschaftsorganisationen zur Zukunft von Forschung und Innovation in der Europäischen Unio(externer Link) - Pressemitteilung Nr. 22 | 29. Mai 2024:
DFG veröffentlicht Positionspapier zum künftigen EU-Forschungsrahmenprogram(interner Link) - Pressemitteilung Nr. 14 | 27. März 2024:
DFG verabschiedet Europa-Strategie bis 203(interner Link) - Pressemitteilung Nr. 49 | 23. November 2023:
„Nationaler Aktionsplan für den Europäischen Forschungsraum kann echten Mehrwert schaffen(interner Link) - Pressemitteilung Nr. 48 | 15. November 2023:
Appell an Bundesregierung zur Zustimmung zu EU-Regulierungsvorschlag für neue Züchtungstechniken bei Pflanze(interner Link) - Pressemitteilung Nr. 34 | 19. Juli 2023:
DFG und Leopoldina unterstützen Vorschlag der EU-Kommission zum Umgang mit neuen Gentechnikmethoden in Pflanzenzuch(interner Link) - Pressemitteilung Nr. 17 | 23. Mai 2023:
European Citizens’ Initiative: Alliance of Science Organisations in Germany calls for science-based discussion on animal and non-animal approaches in researc(interner Link) - Pressemitteilung Nr. 16 | 23. Mai 2023:
DFG begrüßt EU-Ratsschlussfolgerungen zum wissenschaftlichen Publiziere(interner Link)
- Aktionsplan für Frauen in der Forschung | 23.02.202(externer Link)
- Evaluierung der EU-ABS-Verordnung | 11.02.2026 (gemeinsamen Stellungnahme des Allianz Nagoya HuB und der AG ABS der SKBV(externer Link)
- Novellierung der EU-Vergaberichtlinien | 22.01.202(externer Link)
- Europäischer Rahmen für Wissenschaftsdiplomatie | 03.11.202(externer Link)
- Rechtsakt über den Europäischen Forschungsraum | 10.09.202(externer Link)
- Der nächste langfristige Haushalt der EU (Mehrjähriger Finanzrahmen, MFR) – EU-Mittel für Wettbewerbsfähigkeit | 07.05.202(externer Link)
- EU-Strategie für Biowissenschaften | 11.04.202(externer Link)
- Richtlinien über die Vergabe öffentlicher Aufträge – Evaluierung | 07.03.202(externer Link)
- Tierversuche in Stoffsicherheitsbeurteilungen – Fahrplan der Kommission für die schrittweise Einstellung | 14.10.202(externer Link)
- Europäischer Forschungsraum – vier Jahre neuer EFR: Erfolge, gewonnene Erkenntnisse und weiteres Vorgehen | 30.09.202(externer Link)
- FuE zu Technologien mit doppeltem Verwendungszweck – Optionen für die Unterstützung | 30.04.202(externer Link)
- Bericht über die Datenschutz-Grundverordnung | 07.02.202(externer Link)
- Erhöhung der Forschungssicherheit in der EU (Orientierungshilfe) | 19.12.202(externer Link)
Beratung zur EU-Forschungsförderung
Die DFG finanziert die Kooperationsstelle EU der Wissenschaftsorganisatione(externer Link) (KoWi) mit Büros in Bonn und Brüssel.
KoWi berät Forscher*innen aus Deutschland bei der Beantragung von Forschungsprojekten in den EU-Forschungsrahmenprogrammen und betreut zudem gemeinsam mit dem EU-Bür(externer Link) des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) die Nationale Kontaktstelle ER(externer Link).
Weitere Nationale Kontaktstellen des EU-Büros informieren über weitere Forschungs- und Fördermöglichkeiten der EU-Rahmenprogramme.
Kontakt
| E-Mail: | christian.rebhan@dfg.de |
| Telefon: | +49 (228) 885-2991 |